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Letzte Aktualisierung: 07.12.2018

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Adventsmarkt in historischer Tradition

von Michael Hörskens

(28.11.2018) Bad Dürkehim und Advent - dass passt zusammen wie der Korken zur Weinflasche. Aus historischen Gründen nämlich: Die pfälzische Kurstadt ist die Wiege der Adventszeit. Auf dem dortigen Kloster Limburg entschied am 3. Dezember 1038 Kaiser Konrad II. auf einer Synode im Beisein von Bischöfen, dass der erste Adventssonntag stets zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember fallen müsse. Somit wurde die Adventszeit für das gesamte christliche Abendland festgelegt. In dieser Tradition lädt die Stadt zu ihrem „Dürkheimer Advent“ ein, der an den kommenden vier Wochenenden über die Bühne geht.

Freuen sich auf den Dürkheimer Advent (v.l.): Marcus Brill, Sachgebietsleiter Wirtschaft und Tourismus, Gerrit Altes, Marketingchef Tourist Info, und Bürgermeister Christoph Glogger.
Foto: Michael Hörskens
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Nachdem der Bad Dürkheimer Weihnachtsmarkt eine längere Pause eingelegt hatte, wurde er 2016 als „Dürkheimer Advent“ wiederbelebt - mit großem Erfolg. Eröffnet wird er in diesem Jahr am Freitag, 30. November, um 18 Uhr auf dem Ludwigsplatz von Bürgermeister Glogger. Die Stadtkapelle sorgt dabei für einen stimmungsvollen weihnachtlichen Rahmen.

An den vier Adventswochenenden wird den Besuchern in einer festlichen Kulissen vom Römerplatz über die Kurgartenstraße bis zum Ludwigsplatz und dem Oberen Kurpark viel Abwechslungsreiches geboten. Über 50 Stände offerieren an den zwölf Veranstaltungstagen Kulinarisches in fester und flüssiger Form. Herzstück sind zwei „Schubarchstände“, das sind kleine Festzelte, an denen 24 Vereine am Römerplatz Glühwein von guten Dürkheimer Tropfen ausschenken. Besonderes Highlight ist dort ein „Literarischer Glühschoppen“ am Sonntag, 23. Dezember, um 11 Uhr, bei dem es recht „pros(t)aisch“ zugehen wird.

Etwas Besonderes ist auch die die Pfadfinder-Jurte mit einem Kinderprogramm für die kleinen Besucher. Bei Lagerfeuer-Atmosphäre wird dort in der Wichtelwerkstatt an allen vier Wochenenden von 11 bis 19 Uhr gebastelt, gelesen und gesungen. Umrahmt wie der Weihnachtsmarkt von einem abwechslungsreichen Musikprogramm. Dabei treten auf einer Bühne am Römerplatz verschiedene Bands wie die „Good Times“ oder „Winestoned“ auf, die Christmas Songs aus der Rock-Musik präsentieren. Ebenso spielt dort die Musikschule, zwei Drehorgelspieler sorgen zusätzlich für weihnachtliche Atmosphäre.

Begleitet wird der Dürkheimer Advent von zwei schönen Aktionen: An einem Wunschzettelbaum können bedürftige Kinder aus Familien mit wenig finanziellem Spielraum Wünsche bis zu zehn Euro äußern, Spender können dann den Zettel vom Baum abnehmen und das Geschenk dann bis 14. Dezember im Haus der Kinder abgeben. Am ersten Adventssamstag können Kinder zwischen 12 und 14 Uhr einen mitgebrachten Stiefel in der Pfadfindet-Jurte abgeben.  Einzelhändler füllen dann die Schuhe mit Leckereien und verstecken sie in den Tagen darauf in ihren Schaufenstern. Die Kinder können dann die Nikolaus-Stiefel suchen und ab dem 7. Dezember in den Geschäften abholen.

An den Adventswochenenden haben zahlreiche Läden bis in die Abendstunden geöffnet, so dass alle Besucher gemütlich Flanieren und Einkaufen können. Dabei stößt man sicherlich auf eine weitere Bad Dürkheimer Spezialität: Analog zum „Dubbeglas“, aus dem die Pfälzer ihren Wein beziehungsweise die eine oder andere Schorle schlürfen, gibt es hier auch den „Dubbebecher“, eine Tasse, aus dem der Glühwein stilgerecht pfälzisch konsumiert wird. Jetzt auch in der „Halbliterklasse“, also in der 0,5-Liter-Variante.

Die Öffnungszeiten des Bad Dürkheimer Weihnachtsmarktes sind jeweils freitags von 16 bis 21 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 21 Uhr.
Weitere Infos unter www.duerkheimer-advent.de