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Letzte Aktualisierung: 15.10.2019

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Abseits des Asphalts in Madeira

von Ilse Romahn

(05.07.2019) Trail ist Trend! Mit Stock, Hut und Meerblick schafft Madeira moderne Wandererlebnisse für Trailrunner und Inselentdecker.

Madeira Trail Running
Foto: MUIT
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Lorbeerwälder, Levadas, Landschaften: Ob über steile Küstenwege, hinauf in die Berge oder über mondähnliches Gefilde – Madeira ist ein Wanderparadies schlechthin. Mit ganzjährig milden Temperaturen bietet die Destination beste Voraussetzungen für Frischluftfanatiker und gibt ein Upgrade mit Meerblick gratis dazu, sowohl für Anfänger als auch für jene, die allen anderen davonlaufen. Neben bequemen Ausflügen via Seilbahn oder Wanderungen entlang der Wasserkanäle Levadas erfreuen sich die abenteuerlichen Trailrunning-Routen auf den Madeira Ocean Trails (MOT) einer wachsenden Beliebtheit.

Seilbahnen: Bequem zum Ziel
Wer Madeiras Landschaft erstmal gemächlich aus dem Fenster auf ihre Wandertauglichkeit testen will, ist in einer der fünf Seilbahnen bestens aufgehoben. Von Funchal aus geht’s in 15 Minuten 560 Meter hoch nach Monte, wo der Monte Palace Tropical Garden seine Besucher mit exotischen Pflanzen auf 70.000 Quadratmetern lockt. Als Star unter den Seilbahnen gilt jene in Porto Moniz an der Nordküste auf einer Höhe von 450 Metern, welche Besucher direkt von Achadas da Cruz nach Fajã da Quebrada Nova bringt. Eine weitere schwebende Kabine findet sich im Naturschutzgebiet Garajau in 15 Fahrminuten von Funchal entfernt – aufgrund der Meeresvielfalt gilt die Region als bester Ausgangspunkt für Tauchgänge. Auch die Seilbahn Fajã dos Padres ist einzigartig, stellt sie doch neben dem Wasserweg die einzige Möglichkeit dar, diesen magischen Ort am Fuße der Steilküste zu erreichen.

Levadas: Wandern am Wasserlauf
Zum Bewundern und Bewandern: Die berühmten Levadas – künstliche Wasserkanäle, mit denen das Wasser von vielen niederschlagsreichen Gebieten im Norden zu den trockenen Anbaugebieten im Süden geleitet wird – sind aus Madeira nicht wegzudenken, weswegen sich die beliebtesten Wanderwege der Blumeninsel in einem etwa 2.000 Kilometer weiten Netz entlang dieser nassen Straßen schlängeln. Eine gute Einstiegsroute ist jene entlang der Levada do Rei bei São Jorge: Entgegen der Flussrichtung stoßen Wanderer neben saftig grünen Landschaften auch auf einen kleinen Wasserfall. Eine weitere Naturschönheit entpuppt sich auf der Levada Route ab Rabaçal auf der Hochebene Paúl da Serra, die durch Lorbeerwälder hindurch direkt zu einem halbrunden, hohen Felsen führt, aus denen etwa 25 Quellen sprudeln. Wer allerdings hoch hinaus will, der sollte sich auf 1.862 Metern Höhe zum Pico Ruivo, dem höchsten Berg Madeiras, begeben. Hier führt ein atemberaubender Weg hinab zum nur unwesentlich niedrigeren Gipfel des Pico do Arieiro. Eine Taschenlampe ist ratsam, führt der Pfad doch durch mehrere Tunnel.

Madeira Sky Trails und Ocean Trails: Weit weg vom Weg
„Sempre em frente" – „Immer vorwärts" lautet nicht nur ein madeirensisches Sprichwort, sondern auch das Motto all jener Sportler, die eine Tour auf den Madeira Ocean Trails (MOT) antreten. Trailrunning, sprich das Laufen, Rennen oder Gehen abseits asphaltierter Straßen, hebt den Spaziergang auf ein neues Level – und hat sich inzwischen fest auf Madeira etabliert. Mit mehr als 20 Strecken unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade lädt die Insel Outdoorfans das gesamte Jahr über dazu ein, Madeira abseits der bekannten Pfade zu entdecken. Dabei geht es für die Läufer teils entlang der imposanten Küste oder hoch hinaus in die Berge – das Meer dabei immer im Blick. Die Skyrunning-Pfade hingegen liegen ausschließlich im Gebirge und zeichnen sich durch technisch schwierige Abschnitte sowie starke Steigungen aus. Um die Strapazen zu belohnen, haben die Sportler von hier aus einen spektakulären Blick auf die sattgrüne Insellandschaft.

Weitere Informationen zu Madeira finden sich online unter www.madeiraallyear.com sowie auf Facebook und Instagram mit den Hashtags #madeiranowordsneeded, #visitmadeira und #visitportosanto.