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Letzte Aktualisierung: 25.03.2019

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Ab in die Ferne mit dem richtigen Impfschutz

von Ilse Romahn

(12.03.2019) Auf Safari den „Big Five“ begegnen, sich auf die Spuren der Inka begeben oder Abenteuer im tropischen Dschungel erleben − Fernreisen in exotische Länder wie nach Afrika, Südamerika oder Asien liegen nach wie vor hoch im Trend. Wer sorglos seinen Urlaub genießen will, sollte sich in diesen Regionen jedoch nicht nur um einen ausreichenden Sonnenschutz, sondern vor allem frühzeitig um einen notwendigen Impfschutz kümmern.

Welche Impfungen relevant sind und worauf geachtet werden soll, weiß Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung). So steht einem sorglosen Urlaub nichts mehr im Weg. 

Gut vorbereitet, ist halb gewonnen!
Steht das Reiseziel fest, lassen sich erste hilfreiche Informationen einfach vorab im Netz einholen, erklärt Birgit Dreyer: „Je nach Reiseart und Reiseland müssen unterschiedliche Vorkehrungsmaßnahmen getroffen werden. Wer sich unsicher ist, was auf ihn persönlich zutrifft, sollte sich beim Centrum für Reisemedizin (CRM) informieren.“ Auf der CRM Homepage unter www.crm.de erhalten Interessierte einen guten Überblick über relevante Schutzimpfungen sowie einen Info-Flyer zum Herunterladen. Zusätzlich gibt das Auswärtige Amt unter www.auswaertiges-amt.de Reise- und Sicherheitshinweise zum Thema Impfschutz und Infektionskrankheiten. Eine persönliche Beratung kann sowohl beim Apotheker als auch bei einem reisemedizinisch ausgebildeten Arzt erfolgen. Bei Letzterem sollten sich Urlauber acht bis zwölf Wochen vor Antritt der Reise für eine Impfberatung vorstellen und spätestens sechs Wochen vor Reiseantritt sollten die benötigten Impfungen durchgeführt werden. Je nachdem wohin die Reise geht, werden eventuell ergänzende Schutzimpfungen oder Impfauffrischungen benötigt. Nur mit dieser Vorlaufzeit kann das Immunsystem einen verlässlichen Schutz aufbauen, denn nur wenige Impfungen können „last minute“ verabreicht werden. Auch Kinder benötigen auf Reisen denselben Immunschutz wie Erwachsene. Da diese oftmals stärker auf Nebenwirkungen reagieren, sollte die Auswahl des Ziellandes gut überlegt sein, um Kinder nicht zu großen körperlichen Belastungen auszusetzen.

Der richtige Impfschutz und weitere „Must-Haves“ für die Reisetasche
Wie bereits erwähnt unterscheidet sich der benötigte Impfschutz je nach Reiseziel. Dabei kommt es nicht nur auf die Reisedestination, sondern auch auf die Länge des Aufenthalts an. Halten sich die Urlauber beispielsweise in Asien eher in Städten auf, so ist eine Tollwutimpfung nicht unbedingt nötig. Anders verhält sich das bei mehrwöchigen Aufenthalten in ländlichen Regionen. Zu den von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch Institut empfohlenen Impfungen für exotische Länder gehören: Cholera, FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), Gelbfieber, Hepatitis A und B, Meningokokken-Meningitis, Tollwut und Typhus. Neben einer Impfung können sich Reisende bereits mit einfachen Mitteln gegen eine Ansteckung schützen. „Ein Punkt – den viele im Zusammenhang mit Reiseimpfungen und -erkrankungen oft vernachlässigen – ist, sich um einen ausreichenden Mückenschutz zu kümmern. Denn die kleinen Insekten übertragen zahlreiche Krankheiten. Sprich, je weniger Stiche man abbekommt, desto geringer das persönliche Infektionsrisiko. Ins Reisegepäck gehören daher unbedingt spezielle Moskitomittel, die es auch mit Stechmücken im Ausland aufnehmen können. Für ruhige Nächte ist ein leichtes Reise-Moskitonetz sehr zu empfehlen“, weiß die ERV-Reiseexpertin. Besonders wichtig ist der Schutz gegen Mückenstiche in Gebieten mit einem hohen Malariaübertragungsrisiko. Gegen die Infektionskrankheit, die von Stechmücken verbreitet wird, gibt es bislang keine Impfung. Reisende können sich lediglich mit Medikamenten, der sogenannten Malariaprophylaxe (Tabletten), schützen. Zusätzlich empfehlen Reisemediziner ein Notfalltherapie-Mittel (Stand-by-Medikament) im Gepäck mitzuführen.

Auf Nummer sicher: Kostenübernahme und Stornoversicherung
Viele gesetzliche Krankenkassen zahlen Reiseschutzimpfungen als freiwillige Leistung. Zusätzlich übernehmen verschiedene Krankenkassen auch die Kostenerstattung der Malariaprophylaxe bei Auslandsaufenthalten ihrer Versicherten. Grundlage der Erstattung sind die Empfehlungen der STIKO beim Robert Koch-Institut in Verbindung mit den Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes. Unter Umständen müssen die Versicherten gesetzliche Zuzahlungen leisten. Da es hier keine einheitliche Regelung gibt, sollten sich Reisende vorab individuell bei ihrer Krankenversicherung informieren. Ebenfalls gilt zu beachten, dass Impfungen gegen tropische Krankheiten mit Nebenwirkungen und Impfunverträglichkeit einhergehen können, die gegebenenfalls zur Reiseunfähigkeit führen können. Um dann nicht auf den teils sehr hohen Stornokosten sitzen zu bleiben, lohnt sich eine passende Reiserücktritts-Versicherung. Die ERV bietet ihren Kunden im Rahmen ihrer Reiserücktritts-Versicherung eine spezielle Stornoberatung. Hier erörtern Experten gemeinsam mit dem Versicherten, ob es – zum Beispiel im Falle einer Impfunverträglichkeit − doch noch eine Möglichkeit gibt, die Reise anzutreten.

Weitere Informationen unter www.erv.de.