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Letzte Aktualisierung: 21.06.2018

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5 % Umsatzplus im WISAG-Geschäftsjahr 2017

Künftige Schwerpunkte: Arbeitsmarkt und Digitalisierung

von: Karl-Heinz Stier

(13.06.2018) Zwar entwickelten sich die einzelnen Sparten bei der WISAG Facility Service nicht durchweg kontinuierlich. Doch es gibt in Einzelbereichen zweistellige Umsatzsteigerungen – wie Ralf Hempel, Vorsitzender der Geschäftsführung der WISAG Holding, auf einer Pressekonferenz in Frankfurt-Niederrad bekannt gab.

Zweistellige Umsätze gab es im Facility Management (plus 15,4%) und bei der Garten- und Landschaftspflege (plus 20 %). Positiv entwickelt haben sich die Gebäudetechnik (plus 8 %), die Gebäudereinigung, die generell die Spitzenumsatzstellung aller Sparten einnimmt (plus 3,6 %) sowie der Bereich Sicherheit & Service (plus 9.1 %). Einzig negativ waren die Zahlen im Catering (-9,2%). Grund dafür ist eine gesunkene Nachfrage nach Verpflegung der Erstaufnahmeeinrichtungen, da die Anzahl nach Deutschland geflüchteter Menschen rückläufig ist. Die Betriebsgastronomie hingegen legte beim Umsatz rund 5 % zu.

 Das Unternehmen bietet auch so seltene Sparten an wie z.B. Sicherheitskonzepte (Spionageabwehr), Wartung und Reparatur medizinischer Geräte, eine eigene Kaffeemarke aus Südamerika von einem dortigen Anbauer sowie die Reinigung vom Kinderbällebädern.  Zur Zeit sind bei der WISAG 32 102 Mitarbeiter beschäftig, fast 1 000 mehr als im Jahr davor. Der Umsatz des Immobilienspezialisten liegt nunmehr bei etwas mehr als 1 Milliarde Euro.

Die großen Herausforderungen für die Zukunft sind nach Auffassung von Geschäftsführer Hempel zum einen in dem immer stärker werdenden Arbeitskräftemangel zu sehen.  Er erwartet, dass vor allem kleinere Unternehmen sich stärker auf ihr Kerngeschäft fokussieren und in Facility Services zunehmend auslagern. Zudem gewänne die Mitarbeiterzufriedenheit für Unternehmen angesichts der Verknappung von Arbeitskräften an Bedeutung. „Die Attraktivität des Arbeitsplatzes wird zunehmend vom Kostenfaktor zum Überlebensfaktor“, meinte Hempel. Neue Wege, um dem Arbeitskräftemangel entgegenzutreten, sieht die WISAG in der Erhöhung der Ausbildungsquote  und im Aus- und Weiterbildungsangebot – in Richtung digitaler Kompetenzen.

Und damit ist der WISAG-Geschäftsführer bei der zweiten Herausforderung: der Digitalisierung. Viel Potential sieht er in der Optimierung von Prozessen, sowohl im eignem Unternehmen als auch in Richtung Kunde.  So werde an neuen Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen gearbeitet, die einen „spürbaren Mehrwert bieten“, wie z.B. Sensorik, Robotik, Drohnen, Technologie. Mit diesen Themen beschäftige sich seine Firma  vorrangig. „Wir wollen Vordenker bleiben, sowohl für unsere Beschäftigten als auch in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden“.

Abschließend wies Geschäftsführer Hempel auf  die Bedeutung der WISAG als stabiler Eckpfeiler der deutschen Wirtschaft hin. Sie hat einen Anteil am Bruttosozialprodukt von 4,75 %,  mit mehr als 134 Milliarden Euro Wertschöpfung gehöre sie zu den TOP 6 der deutschen Wirtschaftszweige, für sie arbeiten 4,67 Millionen Erwerbstätige, und sie hat zwischen 2012 und 2016 zu einer Senkung der Bewirtschaftungskosten /qm um 9 Prozent beigetragen.