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Letzte Aktualisierung: 18.10.2019

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30 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Frankfurt und Toronto - Grund zum Feiern!

Oberbürgermeister Feldmann und Bürgermeister Tory unterzeichnen gemeinsame Erklärung

von Ilse Romahn

(18.09.2019) In der Woche von Samstag, 14. September, bis Mittwoch, 18. September, weilt eine Delegation um Oberbürgermeister Peter Feldmann in Kanada, um das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Frankfurt und Toronto auf eine neue Basis zu stellen.

Peter Feldmann mit John Mac Ritchie, Vizepräsident der Fyerson University, und Prof. Martina Klärle (Frankfurt UAS)
Foto: Stadt Frankfurt / Stefan Jäger
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Während des Besuches in Frankfurts Partnerstadt standen ein Austausch über die wirtschaftlichen und sozialpolitischen Herausforderungen Torontos sowie ein Treffen mit Bürgermeister John Tory und die anschließende Unterzeichnung der neuen Städtefreundschaftserklärung auf dem Programm.

Oberbürgermeister Feldmann betonte die Bedeutung der „Toronto Resilience Strategy“ vor dem Hintergrund der wachsenden Herausforderungen beider Städte hinsichtlich Bevölkerungswachstum, Wohnen, Bildung, Umweltschutz und Klima: „Herausfordernd für die Stadtverwaltungen ist es aktuell, das ungebremste städtische Wachstum in Produktivität umzuwandeln“, sagte Feldmann. „Der Wissens- und Erfahrungsaustausch ist dabei das Herzstück dieser langjährigen Städtepartnerschaft“. Zumal Toronto mit Abstand Kanadas größtes akademisch-wissenschaftliches Zentrum ist. Neben den vier öffentlichen Universitäten arbeiten über 100.000 Angestellte in insgesamt 1400 Bildungseinrichtungen.

Beide Metropolen sehen die Diversität und Vielfalt der ansässigen Unternehmen, als zentrale Hebel und Voraussetzung für ihre Dynamik, Stabilität sowie ihre wirtschaftliche Prosperität an. Doch auch der Tourismus ist sowohl für Frankfurt, als auch für Toronto ein wichtiges Standbein. 2018 besuchten erstmals mehr als zehn Millionen Touristen die Mainmetropole. „Im Jahr 2017 zog es über 43,7 Millionen Touristen aus aller Welt nach Toronto. 15,5 Millionen davon blieben über Nacht, die restlichen 28,2 Millionen waren Tagestouristen. Sie gaben zusammen 8,8 Milliarden Dollar aus“, führte Torontos Bürgermeister John Tory aus.

Doch damit sind die Gemeinsamkeiten der Partnerstädte nicht erschöpft: „Beide Städte sind die Jobmotoren der Region und verfügen über eine starke Wirtschaft. Die hohe Lebensqualität ist Resultat ihres Kreativitätspotenzials, der vielen Grünflächen und der ausgeprägten kulturelle Szene beider Städte“, unterstrich Feldmann die Gemeinsamkeiten Frankfurts und Torontos.

Frankfurts Oberbürgermeister und sein Amtskollege unterzeichneten als Symbol der Verbundenheit beider Metropolen eine gemeinsame Erklärung zum 30-jährigen Jubiläum. Dabei dankte Feldmann seinem Amtskollegen für die Initiative Kanadas anlässlich des Jubiläums und hob in seiner Rede beispielhafte neue Partnerschaftsprojekte hervor. Dazu zählen der akademische Austausch zwischen der University of Toronto und der Frankfurter Carl-Schurz-Schule, unterstützt durch die NGO „Maximum City“ und die langjährige Kooperation zwischen der Goethe Universität und der University of Toronto sowie der Frankfurt University of Applied Sciences mit der Ryerson University.

Zum Abschluss seiner Rede erinnerte Feldmann an die Enthüllung des Wandgemäldes des Frankfurter Graffiti-Künstlers Justus Becker am Sonntag, 15. September. Becker alias COR ist renommierter Streetart-Künstler der Main-Metropole. Das Wandgemälde begründet den Beginn eines Streetart-Austauschs zwischen den Partnerstädten. Der Austausch soll während der Frankfurter Buchmesse im kommenden Jahr seine kreative Fortsetzung finden. Ebenso nicht unerwähnt ließ Feldmann die Bilderausstellung des Frankfurter Fotografen „DiverCity FFM“. Die Ausstellung thematisiert die kulturelle und religiöse Vielfalt Frankfurts in einem offenen und friedlichen Zusammenleben.

Die Städtepartnerschaft zwischen Frankfurt und Toronto besteht seit 30 Jahren. Deutlich sichtbare Zeichen der funktionierenden Partnerschaft sind vor allem der seit dem Jahr 2017 jährlich im Wechsel stattfindende Schüleraustausch mit der University of Toronto Schools und NGO Maximum City und die Projektwochen zum Thema Stadtentwicklung. Auf dem Gebiet der Universitätspartnerschaften pflegt die Goethe-Uni eine Kooperation mit der University of Toronto und die Frankfurt University of Applied Sciences mit der Ryerson University. Es gab außerdem eine Sister Cities Konferenz in Toronto und einen Erfahrungsaustausch der Planungs- und Umweltdezernate. In diesem Jahr begrüßte Toronto bereits eine Delegation der Frankfurter Kreativwirtschaft anlässlich einer Reise zum Toronto International Film Festival.

Weitere Fakten zu Frankfurts kanadischer Partnerstadt gibt es unter https://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=3943&_ffmpar[_id_inhalt]=60806 im Internet. (ffm)