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Letzte Aktualisierung: 22.10.2019

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30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit

Bundesregierung lädt zum „längsten Gespräch Deutschlands“ nach Geisa

von Ilse Romahn

(10.10.2019) Heute vor 30 Jahren versammelten sich Menschen in der ehemaligen DDR, um für Demokratie und Freiheit zu demonstrieren. Die Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ gedenkt diesem Ereignis heute in Berlin und Leipzig.

Bildergalerie
Unsere Geschichte (1)
Foto: Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
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Unsere Geschichte (2)
Foto: Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
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Unter dem Motto „Unsere Geschichte schreibt Zukunft“ sind ab dem 9. Oktober 2019 alle Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, ihre persönlichen Erlebnisse, Assoziationen und Gedanken zur Friedlichen Revolution und zum Mauerfall in einem kurzen Video festzuhalten und auf unseregeschichte.bund.de hochzuladen. So können sie ihren persönlichen Beitrag zum „längsten Gespräch Deutschlands“ leisten, einer überregionalen Dialogreihe, die am 9. November entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze einen Höhepunkt finden wird. Im thüringischen Geisa führen die beiden TV-Moderatoren Susan Link und Jan Köppen durch die Veranstaltung, die live im Netz übertragen wird. Matthias Platzeck, Ministerpräsident a.D. und Vorsitzender der Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“: „Mit dem ‚längsten Gespräch Deutschlands‘ würdigen wir all die Menschen, die mit ihrer Hoffnung, ihrem Mut und ihrer Tatkraft zum Fall der Mauer beigetragen haben. Ihr Einsatz und ihre individuelle Geschichte sollten uns aber auch daran erinnern, dass auch drei Jahrzehnte danach das Miteinander zwischen Ost und West weiter gefördert und gelebt werden muss.“

Bundesinnenminister Horst Seehofer: „Mit einer Gesprächsreihe an der ehemaligen innerdeutschen Grenze geben wir auch den Menschen eine Stimme, die auf dem Land für ein vereintes Deutschland gekämpft haben. Die Geschichte der Friedlichen Revolution ist die Geschichte aller Menschen in Deutschland und Europa.“

Am 9. November werden entlang des ehemaligen Grenzverlaufs vier Standorte und 26 weitere Orte in einem medialen Dialogformat und via Livestream auf der Webseite unseregeschichte.bund.de miteinander verbunden. Im thüringischen Geisa führen die TV-Moderatoren Susan Link und Jan Köppen ab 20:20 Uhr durch die Veranstaltung – und sprechen in einem mobilen Studio mit lokalen und nationalen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur über die Bedeutung des Mauerfalls. Weitere Stationen der Live-Berichterstattung sind das bayerische Hof, die Doppelgemeinde Zicherie und Böckwitz in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sowie Ratzeburg in Schleswig-Holstein.

Historische Begebenheiten setzen Zeitfenster der Live-Schalte Die moderierten Diskussionsrunden wechseln sich im Livestream nacheinander ab. Der zeitgleich stattfindende Festakt am Brandenburger Tor ist ebenfalls Bestandteil der Live-Schalte. Zwei historische Uhrzeiten am 9. November 1989 markieren Beginn und Ende des „längsten Gesprächs“: Die unbeabsichtigte Verkündung der Grenzöffnung durch Günter Schabowksi um 18:53 Uhr und die Öffnung des Grenzübergangs Bornholmer Straße / Böse Brücke in Berlin um 23:30 Uhr.

Das Jubiläumskonzept der Bundesregierung
Das Gesprächsformat unter dem Motto „Unsere Geschichte schreibt Zukunft“ ist Teil der Aktivitäten der Bundesregierung im Jubiläumsjahr des Mauerfalls und beruht auf den Empfehlungen der Kommission „30 Jahre friedliche Revolution und Deutsche Einheit“. Sie besteht aus 22 Personen aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur sowie Zivilgesellschaft. Den Vorsitz der Kommission hat Ministerpräsident a.D. Matthias Platzeck inne. Den Co-Vorsitz der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Christian Hirte.

Die Bundesregierung möchte den 30. Jahrestag des Mauerfalls und der Deutschen Einheit als ein für ganz Deutschland einendes Jubiläum begehen, das auch ein Bewusstsein dafür schafft, dass die Deutsche Einheit ein Prozess ist, der noch nicht abgeschlossen ist. Das Jubiläumsjahr soll das gemeinsame und gegenseitige Verständnis für die Leistungen fördern, die zur Wiedervereinigung geführt haben und für das Zusammenwachsen von Ost und West erbracht wurden.

Mehr Informationen zur Kommission sowie zum Konzept und den Terminen des Jubiläumsjahres finden Sie unter:www.deutschland-ist-eins-vieles.de.

Weiterführende Informationen zu den Veranstaltungen am 9. November und ein Tutorial zur Erstellung der persönlichen Videos finden Sie unter: http://unseregeschichte.bund.de

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat   www.bmi.bund.de