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Letzte Aktualisierung: 19.07.2019

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20. Juli 1944: Umsturzvorbereitungen in Frankfurt und der Rhein-Main-Region

Ein Vortrag im Institut für Stadtgeschichte

von Ilse Romahn

(09.07.2019) Am Montag, 15. Juli, spricht Axel Ulrich im Institut für Stadtgeschichte über den 20. Juli 1944 und die Umsturzvorbereitungen in Frankfurt und der Rhein-Main-Region.

Während die in Berlin entfalteten militärischen Umsturzaktivitäten recht gut erforscht sind, gilt dies nicht für die entsprechenden Vorgänge in fast allen anderen deutschen Städten. Auch aus dem Rhein-Main-Gebiet und aus Frankfurt sind bisher nur wenige Hinweise auf das Handeln der dortigen oppositionellen Militärs überliefert. Die Verschwörer um Stauffenberg hatten jedoch auch zivile Verbündete in Frankfurt, und es gab zudem Vorbereitungen zur zivilen Machtübernahme in der Mainmetropole nach einem geglückten militärischen Putsch.

Der Wiesbadener Widerstandsforscher Ulrich hat sich in seinem Buch „Wilhelm Leuschner – ein deutsche Widerstandskämpfer“ intensiv mit dem Frankfurter Teil der Verschwörung beschäftigt. Er berichtet in seinem Vortrag über die von der Gestapo nie enttarnte, erstaunlich weit verzweigte zivile Basis der Umsturzvorbereitungen im Vorfeld des 20. Julis in der Rhein-Main-Region und kann sich dabei vor allem auf Zeitzeugenberichte aus der ersten Nachkriegszeit stützen. Für die Zuhörer des Vortrages liegen zur Vertiefung Freiexemplare der Leuschner-Biographie bereit.

Der Vortrag beginnt um 18 Uhr im Kreuzgang des Karmeliterklosters, Münzgasse 9. Die Teilnahme kostet vier Euro, ermäßigt drei Euro. Es besteht nur ein begrenztes Platzangebot. Reservierungen sind nicht möglich.

Weitere Informationen finden sich unter https://www.stadtgeschichte-ffm.de (ffm)