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Letzte Aktualisierung: 19.08.2019

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‚Gesammelt, gehandelt, geraubt. Kunst in Frankfurt und der Region zwischen 1933 und 1945‘:

Neuerscheinung in der Reihe ‚Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst‘

von Ilse Romahn

(04.04.2019) „Diese Publikation trägt erstmals die Ergebnisse der Provenienzforschung mehrerer wichtiger Museen Frankfurts und der Rhein-Main-Region zusammen. Sie nimmt zentrale Aspekte der Raub- und Zwangsenteignung während der NS-Herrschaft in den Blick“, betont Evelyn Brockhoff.

Die Leitende Direktorin des Instituts für Stadtgeschichte und geschäftsführende Vorsitzende der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte hat gemeinsam mit Franziska Kiermeier, Leiterin der Abteilung Zeitgeschichte und Gedenken im Institut und Schatzmeisterin der Gesellschaft das Buch „Gesammelt, gehandelt, geraubt. Kunst in Frankfurt und der Region zwischen 1933 und 1945“ herausgegeben und vorgestellt. Kiermeier ergänzt: „Es gab ein enormes Forschungsdesiderat, dessen Behebung die Museen in den vergangenen Jahren zielgerichtet angegangen sind. Das macht unser Buch deutlich.“

In 16 Beiträgen beleuchten profilierte Provenienzforscherinnen und -forscher sowie Historiker und Kunsthändler die Mechanismen, Akteure, Opfer und Profiteure im Frankfurter und regionalen Geschäft mit der NS-Raubkunst. Entstanden ist eine breitangelegte Frankfurter Gesamtschau zu dieser Thematik, die den aktuellen Forschungsstand zusammenfasst.

Der Publikation liegt die außerordentlich gut besuchte, gleichnamige Vortragsreihe zugrunde, die das Institut für Stadtgeschichte und die Gesellschaft für Frankfurter Geschichte 2016/2017 veranstaltet haben. Der Band vereint die Vorträge der Reihe und wurde um weitere Beiträge ergänzt. Die 254-seitige, umfassend bebilderte Publikation erschien im Societäts-Verlag, Frankfurt am Main (ISBN-13: 978-3-95542-314-8). Das Buch ist im Buchhandel, im Institut für Stadtgeschichte und über den Verlag für 30 Euro erhältlich. (ffm)