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Letzte Aktualisierung: 18.04.2019

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»sklaven leben« von Konstantin Küspert

Uraufführung am 26. Januar in Kammerspiele

von Ilse Romahn

(17.01.2019) »Ich hab noch nicht einen einzigen Sklaven in Katar g’sehn.« Mit diesem Zitat hat Franz Beckenbauer die Haltung vieler Menschen im Westen auf den Punkt gebracht.

Immerhin: Nach über 200 Jahren Kampf gegen die Sklaverei ist sie heute in allen Ländern der Erde per Gesetz verboten. Und trotzdem ist sie überall zu finden. Sklaverei ist zu einem zentralen Baustein globaler Ökonomie geworden und versorgt uns hier im Westen mit einer überbordenden Vielfalt an Produkten und Dienstleistungen: Kleidung, Kosmetik, Elektronik, Lebensmittel, Altenpflege, Fußballweltmeisterschaften ... Wir alle konsumieren diese Produkte tagtäglich, obwohl wir uns der Produktionsbedingungen und Ausbeutungsstrategien dahinter sehr wohl bewusst sind. Oder sein müssten.

Konstantin Küspert hat ein Kaleidoskop der unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, in dem er die Mechanismen selektiver Wahrnehmung von unserem westlichen Lebensstandard analysiert und dechiffriert – ebenso, wie die andere Seite der westlichen Moderne, nämlich den engen historischen Zusammenhang von europäischem Kolonialismus, Massensklavereien, Imperien und Kapitalismus. 

Ein Auftragswerk im Rahmen der Frankfurter Positionen 2019 – eine Initiative der BHF Bank Stiftung

Unter der Regie von Jan-Christoph Gockel  spielen  Torsten Flassig, Katharina Kurschat*, Christoph Pütthoff, Sebastian Reiß und Luana Velis sowie Komi Togbonou (Live-Musik)

Premiere ist am 26. Januar, 20 Uhr. Die nächsten Vorstellungen: 27. Januar, 10./ 22./23. Februar 2019.

www.schauspielfrankfurt.de