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Letzte Aktualisierung: 24.05.2019

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»Peer Gynt« von Henrik Ibsen im Schspielhaus Frankfurt

von Ilse Romahn

(10.05.2019) Deutsche Fassung von Botho Strauß und Peter Stein unter Verwendung der Übersetzungen von Christian Morgenstern und Georg Schulte-Frohlinde.

Peer phantasiert. In seinen Tagträumen jagt er auf einem Hirschbock durch die norwegische Bergwelt. Seine Mutter Aase liebt ihn abgöttisch, befeuert so noch seine wilden Sehnsüchte nach Bewunderung. Die heimatliche Dorfgesellschaft hingegen steht dem Außenseiter, der so manisch um sich selbst kreist, feindselig gegenüber. Bei einem Hochzeitsfest stacheln sie ihn an, seine trunkenen Lügengeschichten zum Besten zu geben. Gereizt bis aufs Blut raubt Peer die Braut, die er gleich wieder sitzen lässt. Ausgestoßen begibt sich Peer auf eine lebenslange Flucht. Vor den anderen? Vor sich selbst? Auf seiner Reise begegnet er dem Trollkönig und seinem Hofstaat, wird als Sklavenhändler reich, gibt sich in der afrikanischen Wüste als Prophet aus und wird von den Insassen einer ägyptischen Irrenanstalt zum Kaiser ausgerufen. Nach Jahren der Abwesenheit kehrt er zurück, trifft auf seine Jugendliebe Solveig. Peer hat sie vergessen. Sie hat all die Jahre in einer Berghütte auf ihn gewartet. Kann Solveigs Liebe Peer erlösen?

Andreas Kriegenburg erzählt die Geschichte von Peers Weltflucht neu. Peers Lebensmotto »Sei du selbst«, der Wahn sich selbst zu verwirklichen, münden in die unabdingliche Frage: »Was bleibt am Ende eines Lebens?«

Unter der Regie von Andreas Kriegenburg spielen Sarah Grunert, Paula Hans, Nils Kreutinger, Katharina Linder, Florian Mania, Friederike Ott, Christoph Pütthoff, Sebastian Reiß, Fridolin Sandmeyer, Max Simonischek und Melanie Straub. 


Premiere ist am 18. Mai, 19.00 Uhr, im Schauspielhaus. Weitere Vorstellungen: 23./24. Mai, 3./.5./6./13./21./23./24./26 Juni 2019 
Gefördert vom Patronatsverein.

www.schauspielfrankfurt.de