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Letzte Aktualisierung: 22.07.2019

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»Eine Frau flieht vor einer Nachricht« (DSE) von David Grossman

Premiere am 11. Januar in Kammerspiele

von Ilse Romahn

(07.01.2019) Wie soll eine Mutter ihren Sohn schützen, der freiwillig in den Krieg gezogen ist? Kann sie etwas anderes tun als hoffen und warten? Was, wenn die Nachricht von seinem Tod bereits auf dem Weg ist zu ihr?

Ora beschließt, zu fliehen. Nicht erreichbar zu sein; ihren Sohn Ofer zu beschützen, indem sie ihn in ihren Erinnerungen und in ihrer Liebe birgt. Sie sucht Ofers Vater Avram auf, der selbst ein vom Krieg Zerstörter ist und darum kein Vater sein konnte. Zusammen wandern die beiden die Grenzen ihres Landes ab. Und Ora erzählt: von ihrer Liebe, ihrer Wut und vom Leben in einem Land voller Hoffnung und Gewalt.

David Grossman, dessen Sohn Uri 2006 im Libanon fiel, beschreibt in seinem Werk die existentielle Verstrickung von Leben und Politik, die scheinbar unheilbaren Wunden des Nahost-Konflikts und die Möglichkeit einer Hoffnung auf Frieden. Mit Ora hat er eine der faszinierendsten Frauenfiguren der modernen Literatur erschaffen.

Unter der Regie von Jessica Glause spielen Eva Bühnen, David Campling, Altine Emini, Christina Geiße, Sarah Grunert und Matthias Redlhammer.

Premiere ist am 11. Januar, 20 Uhr. Die nächsten Vorstellungen: 12., 25. Januar, 2. und 9. Februar 2019

Gefördert vom Patronatsverein

Am 10. Januar ist David Grossman in einem Gespräch zum Thema »Die Rolle der Literatur im Nahen Osten« am Schauspiel Frankfurt zu Gast. im Chagallsaal. Beginn: 20.00 Uhr, Eintritt: 10,- / erm. 8,-

www.schauspielfrankfurt.de