Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 19.07.2019

Werbung
Werbung

"F-RWM Ausgelöster Heimrauchmelder"-Übung der Freiwilligen Feuerwehr Wicker

von Adolf Albus

(10.04.2019) Feuer im Gebäude - Starke Rauchentwicklung - Eine Person vermisst. Bei diesen Stichworten wissen Feuerwehrleute, dass es nun sehr schnell gehen muss: denn Studien zufolge verbleiben nach einem Brandausbruch nur durchschnittlich etwa 17 Minuten, bis eine Person im Rauch keine Überlebenschance mehr hat.

Ein Trupp verschafft sich Zutritt mit Türöffnungswerkzeug
Foto: Feuerwehr Flörsheim-Wicker
***

In diesem Zeitfenster muss die Feuerwehr alarmiert werden, die ehrenamtlichen Einsatzkräfte vom Wohnort oder der Arbeitsstelle zum Feuerwehrhaus kommen, sich ausrüsten, zum Einsatzort fahren und dort die Person finden und retten. - Damit dies funktionieren kann, müssen die Abläufe optimiert und immer wieder geübt werden.

An einem Donnerstag im März hatten die 34 Übungsteilnehmer der Wickerer Feuerwehr die Möglichkeit, dies in einem zum Abriss bestimmten Gebäude sehr realitätsnah zu trainieren.

Pünktlich um 19 Uhr startete die erste "Alarmierung" und die Aktiven wurden mit dem Stichwort "F-RWM Ausgelöster Heimrauchmelder" zum Übungsobjekt gerufen.

Vor Ort war bereits eine starke Rauchentwicklung im Obergeschoss sichtbar und es stellte sich bei der weiteren Erkundung heraus, dass noch eine Person vermisst wird.

Somit galt es, sich zunächst Zutritt zum Gebäude zu verschaffen und die einzelnen Räume nach Personen abzusuchen. Während dieser Maßnahmen, welche durch mehrere Trupps unter Atemschutz im Inneren des Hauses durchgeführt wurden, lief der Einsatz auch im Außenbereich an. Hier wurde die Wasserversorgung aufgebaut und die Einsatzstelle aufgrund der einsetzenden Dunkelheit ausgeleuchtet. Nach kurzer Zeit war die Person gerettet und die Kräfte im Innenangriff konnten sich auf die Brandbekämpfung konzentrieren.

Nachdem die Fahrzeuge wieder einsatzbereit aufgerüstet waren, wurden die Funktionen bei den Führungskräften und der Mannschaft getauscht und eine zweite Übung gefahren.

Diesmal hatte das Vorbereitungsteam einen Kellerbrand mittels Nebelmaschine simuliert. Da das gesamte Haus bereits dicht verraucht war, wurde einer Person im Obergeschoss der Fluchtweg abgeschnitten, so dass diese sich lautstark am Fenster bemerkbar machte. Mit erster Priorität wurde die Person am Fenster mittels Steckleiter gerettet.

Die Gruppe des zweiten Löschfahrzeuges kontrollierte das Haus auf weitere Personen und leitete die Bandbekämpfung ein.


Im Anschluss konnte im Haus noch das Öffnen von teilweise massiven Türen geübt werden. Hierbei wurde auch der neue hydraulische Türöffner, welchen die Feuerwehr kürzlich durch eine Spende erhalten hat, ausgiebig getestet.

Die Feuerwehr dankt der Familie Graafen für die Bereitstellung des Übungsobjektes.