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Letzte Aktualisierung: 20.09.2019

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„Waldwerk“ lädt ein zum „Tag des offenen Denkmals“ ins alte Griesheimer Wasserwerk

von Ilse Romahn

(06.09.2019) Der „Tag des offenen Denkmals“ am 8. September ist eine gemeinsame Aktion der „Deutsche Stiftung Denkmalschutz“ mit den Landesdenkmalpflegern und Landesarchäologen.

Das diesjährige Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ Es passt auch gut zu dem Programm des Vereins „Waldwerk“. Zum vierten Mal werden im Griesheimer Niedwald für Interessierte die Tore zu der alten Industrieanlage geöffnet, die seit 2014 unter Denkmalschutz steht. Seit 2007 fördert das Wasserwerk Griesheim kein Wasser mehr aus dem Niedwald. Bis zu 150.000 Liter frisches Trinkwasser wurden täglich aus drei Saugbrunnen ins Netz der HESSEN-WASSER AG eingespeist.

Von der damals selbstständigen Gemeinde Griesheim wurde das Pump- und Filterwerk 1902 zusammen mit einem Wasserturm, einem Waldsee (Lindensee) und einer Quellgalerie errichtet. Mancher Griesheimer und Nieder Bürger kann sich noch an das Griesheimer „Schützenhaus“ in unmittelbarer Nähe erinnern, heute steht dort ein großes Hotel.

Der Waldbezirk heißt nach wie vor „Im Heidenschloß“ nach einer verschwundenen römischen Straßenstation, die dort an einer Kreuzung der VIA REGIA mit einer römischen Straße nach Schwanheim errichtet wurde. Das kleine Stückchen Niedwald ist der letzte spärliche Rest eines großen Auenwaldes, der sich von der Nidda-Mündung in den Main bei Nied bis weit in die Wetterau erstreckte.

„Das Wasserwerk wird Waldwerk“: Eine Perle in der Kette des „Frankfurter Grüngürtel“ Der Verein „Waldwerk“ möchte das alte Industriegebäude neu beleben, die Lage im Wald nutzen und die Räume und das Außengelände im alten Wasserwerk, u.a. für naturkundliche Aktionen, auch für Schulklassen, Jugend- und Kindergartengruppen, öffnen.

Ziel ist es, das ehemalige Wasserwerk zu erhalten und durch den Verein „Waldwerk“ zu unterhalten. Es sollen naturkundliche Vorträge, Seminare und Führungen, aber auch Treffen verschiedenster Gruppen und Vereinen aus allen Generationen und Stadtteilen organisiert werden.

Das „Waldwerk“ wird Ausgangs- und Treffpunkt für ein Stück Naturerfahrung für Jung und Alt werden. Der Niedwald und die angrenzende Nidda-Landschaft bieten den Vereinsmitgliedern und Besuchern das natürliche Umfeld dazu: Tiere und Pflanzen des seltenen Auenwaldes waldschonend und naturnah erlebbar zu machen, ist das gemeinsame Ziel.

Von 11 – 18 Uhr wird das ehemalige Wasserwerk geöffnet sein. Führungen: 12, 15 und 17 Uhr Zugang (!) über die Oeserstrasse 181 gegenüber dem H4 Hotel (früher Ramada Hotel).

Eine direkte Anfahrt zum alten Wasserwerk ist nicht möglich! Bushaltestelle “Neufeld“, Buslinie 59 Kaffee, Tee, Getränke und kleine Snacks werden angeboten

Kontakt: www.waldwerk-frankfurt.de