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Letzte Aktualisierung: 18.04.2019

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„Umdenken statt Rettungssprung“

Häusling kritisiert Klöckners Vorschläge zur Düngeverordnung

von Norbert Dörholt

(11.02.2019) Die Vorschläge zur Düngeverordnung hat der Wiesbadener EU-Abgeordnete Martin Häusling, Agrarkoordinator der Grünen im Europäischen Parlament und Mitglied im Umweltausschuss, kritisch kommentiert.

„Mit den Vorschlägen zur Düngeverordnung träufelt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft nur einen Tropfen Wasser auf den brennend heißen Stein der Nitrat-Misere in Deutschland“, schreibt Häusling in seiner Presseerklärung. Tierhaltung müsse an Fläche gebunden werden. Die Düngeverordnung müsse zielgenauer werden und in den Gebieten ansetzen, wo zu viel Gülle und Kunstdünger ausgebracht werde – und nicht diejenigen „mit sinnloser Bürokratie“ belasten, die sauber arbeiteten, wie Biobetriebe und extensiv wirtschaftende Betriebe.

„Wenn endlich einmal eine Abkehr von der Exportorientierung geschehen würde, statt beispielsweise 20 Prozent Fleisch für ausländische Märkte zu produzieren, müsste das Landwirtschaftsministerium nicht bald wieder zum nächsten Rettungssprung zur Symptombekämpfung vor der EU-Kommission ansetzen“, schreibt der EU-Abgeordnete. Deutschland könnte stattdessen seiner Pflicht gerecht werden, der Bevölkerung auch längerfristig den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen.