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Letzte Aktualisierung: 25.06.2019

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„Spätlese“, „Mausefalle“ und „Winterrose“

Die neue Spielzeit 19/20 in Komödie und Rémond Theater im Zoo

von Karl-Heinz Stier

(28.05.2019) Das Fritz Rémond Theater im Zoo und die Komödie in Frankfurt nehmen in der kommenden Saison 2019/2020 mindestens 11 Stücke ins Programm. Wie der Leiter beider Häuser, Prof. Claus Helmer auf einer Pressekonferenz bekannt gab, werde er mit Highlights aufwarten – sowohl in der Besetzung als auch in der Auswahl der Theaterstücke.

Bildergalerie
Direktor Prof. Helmer bei der Pressekonferenz im Bistro der Komödie
Foto: Karl-Heinz Stier
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„Winterrose“ – Premierenstart im Rémond Theater am 5. September
Foto: Karl-Heinz Stier
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Zuvor Gogel & Mäx ebenfalls im Rémond Theater 20.6. bis 23.6.19
Foto: Karl-Heinz Stier
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So beginnt der Saisonauftakt in der Komödie mit „Spätlese“ (7.9. bis 27.10.) von Folke Braband. Es gibt dabei ein Wiedersehen u.a. mit der 79jährigen Anita Kupsch, „die seit 1975 bei mir spielt und das Publikum sie gerne sehen mag“, wie Direktor Helmer betont. Kupsch, Brams und Rücker stellen ein eingespieltes Damen-Trio in einer Seniorenresidenz dar und schwelgen in ihren Erinnerungen, bis ein salopp daher redender Pfleger seinen Dienst antritt, ein charmanter Witwentröster einzieht und ein mysteriöser Verwandter seinen Besuch ankündigt, die die Welt der drei „Golden Girls“ durcheinander bringen.

Ihnen folgt „Dinner für Spinner“ mit TV-Kult-Hausmeister Tom Gerhardt, Moritz Lindbergh, Tina Seidel u.a., Premiere ist am 31. Oktober. Das Stück läuft  bis zum 15. Dezember. Es ist voller geistreicher Pointen, über die in Frankreich mehr als acht Millionen Zuschauer Tränen lachten.

Über Weihnachten, Silvester, Neujahr und ins Neue Jahr hinein  steht „Der süße Wahnsinn“ im Programm (19.12.2019 bis 2.2.2020) mit Beatrice Masala, Ulla Wagener Christopher Krieg, Michaela Klarwein u.a.m. Zum Inhalt: 1942 findet in Florida eine Wohltätigkeitsgala „für die Jungs an der Front“ statt, bei der zwei Leinwandstars auftreten, die sich partout nicht leiden können. So kommt es zu jeder Menge Verwechselungen, Missverständnisse, Nervenkrisen und um Haaresbreite vereitelte Katastrophen....

Das vorläufig letzte Stück in der Komödie – ein weiteres wird als Überraschung noch folgen - heißt „Wie man fällt, so liebt man“ mit Joachim H. Ludger. Wilson Reddy sucht nach dem Tod seiner Frau über eine Kontaktanzeige eine neue Lebensgefährtin. Sie nennt sich Bella und besitzt eine übergroße Lebenskraft, die zu einem Unfall des Mannes führt. Neues Glück, neuer Versuch. Caroline ist die nächste, doch der gehen die ewigen Nörgeleien Wilsons auf den Geist …. Eine Aufführung mit zündendem Humor, Wortwitz und liebvoller Charakterisierung der Figuren ( 6.2.2020 bis 22.3.2020).

Das Fritz Rémond Theater im Zoo startet am 5.9.2019 (bis 13.10.2019) mit der Komödie „Winterrose“ mit Verena Wengler, René Toussaint und Gabriel Spagna. Die Winterrose als Pseudonym sucht über eine Kontaktanzeige Männer und beobachtet von einer Parkbank aus die hoffnungsvollen Kandidaten, die zum Treffpunkt im gegenüberliegenden Café erscheinen und prüft ihre optische Tauglichkeit mit einem Feldstecher. Die Winterrose ist voller Wiedersprüche. Sie blüht, ist aber eiskalt wie Schnee, sie kann duften, hat aber lauter Dornen: Sie ist stark und trotzt dem Winter, aber sie ist zerbrechlich wie Kristall…..

Am 17.10 bis 1.12.19 gibt es „die Mausefalle“ von Agathe Christie - mit weit über 30.000 Vorstellungen das am längsten ununterbrochen aufgeführte Theaterstück der Welt!  Eine Krimikomödie in einer eingeschneiten Pension, in der merkwürdige Personen logieren und sich neu begegnen, bis es klar ist, dass der Mörder einer der Gäste sein muss… Die Mitwirkenden: Carolin Freund, Ricarda Klingelhöfer, Marlene Zimmer, Fabian Goedecke, Pascal S. Grote, Steffen Happel, Francesco Russo, René Toussaint.

Wegen des großen Erfolg zurück auf der Bühne: „Drei Männer im Schnee“ von Erich Kästner vom 5.12.2019 bis 5.1.2020. Regisseurin Pia  Hänggi setzt auf die Komik von Irrungen und Wirrungen. „Der Abend hatte in jeder Hinsicht großes Vergnügen gemacht“ – so die Pressekommentare.

Die  Politsatire  „Macht, Moral und Mauschelei“ von Allistair Beaton (auf englisch „Feelgood“) ist vom 9.1.20 bis 16.2.20 anberaumt, in London eine atemberaubende Komödie seit Jahren. Als Schauspieler sind u.a. dabei: Stefan Schneider, Fabian Goedecke und Christian Fischer. Eine beißende Satire über Regierungsparteien – Ähnlichkeiten mit Regierungen in befreundeten Nachbarländern sind rein zufällig!

Weitere Aufführungen im nächsten Jahr: „Paarungen“ vom 20.2.20 bis 29.3.20 – Enthüllungen des Beziehungsgeflechtes lassen zwei Jahrzehnte Ehe und Freundschaft aus den Fugen geraten. Und vom 2.4.20 bis 10.5.20 „Extrawurst“ von Dietmar Jacobs & Moritz Netenjakob. Hier geht es darum, ob ein Verein einen eigenen Grill für das einzige türkische Mitglied finanzieren soll. Denn gläubige Muslime dürfen bekanntlich ihre Grillwürste nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen.

Ähnlich der Komödie liegt im Rémond Theater auch hier das letzte Stück am 14.5. noch nicht fest. Es soll möglichst ein aktuelles, neues Stück präsentiert werden.

Auf zwei Solo Veranstaltungen sei noch hingewiesen: die traditionelle Matinee am Sonntag „Deutschland, Deine Hessen“ am 3. November 20, um 11 Uhr mit und von Walter Renneisen und am Sonntag, 24.11.20 „Van Gogh – die Briefe“ – eine Lesung mit Jovita Dermota. Die Briefe sind ein Fenster zur Seele eines Ausnahmekünstlers, der mit dem Leben wie mit der Kunst kämpfte, der das Größte wollte und erreichte.

Zum Schluss der Programmvorschau sei noch ein viertägiges Programm unter dem Titel in   d i e s e m   Jahr genannt: „Gogol & Mäx“. Die beiden Musikkünstler stellen den gewohnten Konzertbetrieb auf den Kopf, sie setzen auch für den Bereich der Comedy neue Maßstäbe – so das übereinstimmende Presse-Echo. Aufführungstermine : 20./21./22. 6. – um 20 Uhr und am 23.6. um 18 Uhr im Rémond Theater.

In einem Rückblick nannte Direktor Prof. Helmer das Spieljahr 2018/2019 ein „gutes Jahr“. Die Komödie hatte mit 71346 Besuchern einen Auslastungsgrad von 78 Prozent. Das Rémond Theater im Zoo mit 61840 Besuchern - 74 Prozent. Sein Theater ist auch im letzten Spieljahr mehrmals auf Tourneen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit z.B. „Chaos auf Schloss Haversham“, „Spatz und Engel“, „Schon wieder Sonntag“ und „Zweifel“ gegangen. Auch wurden seine Stücke viermal in Aschaffenburg gespielt. Zur Besucherstruktur teilte der Professor mit, dass - nach Altersgruppen gezählt - 50 Prozent Erwachsene sind, die andere Hälfte Jugendliche. Die erfolgreichsten Stücke im letzten Spielplan waren „Monsieur Claude und seine Töchter“ in der Komödie und „Drei Männer im Schnee“ im Zoo. In der Komödie waren 11 MitarbeiterInnen  und im Zoo 12 MitarbeiterInnen beschäftgt.

Nach neun Jahren stabiler Preise hat die Theaterleitung nunmehr die Eintrittspreise erhöht: Pro Platz wird der Eintritt um 1.50 Euro teurer, die Abos im Jahr um 12 Euro.