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Letzte Aktualisierung: 23.08.2019

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„Pension Schöller“ in Offenbach und Mühlheim

von Ilse Romahn

(06.08.2019) Der Theaterclub Elmar präsentiert die Boulevardkomödie am 8. September in der Willy-Brandt-Halle in Mühlheim und am 22. September im Capitol Offenbach.

Szene-Foto Pension Schöller
Foto: Klauke
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„Ist ja irre!“ Eine Pension verwandelt sich kurzerhand in eine Irrenanstalt, um den Wunsch eines Großgrundbesitzers zu erfüllen. Der Theaterclub Elmar e.V. zeigt das irrwitzige Bühnenstück in Offenbach und Mühlheim. Am Sonntag, 8. September, um 16 Uhr, spielt die Elmar in der Mühlheimer Willy-Brandt-Halle. Zwei weitere Vorstellungen (14 und 18 Uhr) präsentiert der Theaterclub dann am 22. September im Offenbacher Capitol Theater.

Irre sind menschlich...? Natürlich werden heute psychisch Kranke nicht mehr Irre genannt und eine Psychiatrie mit gutem Grund nicht mehr Irrenanstalt. Aber die Boulevardkomödie von Carl Laufs und Wilhelm Jakoby stammt ja auch aus dem Jahre 1890. Mit ihrem charmanten Irrwitz und in der zeitgenössischen und ortstypischen Inszenierung durch den Offenbacher Theaterclub Elmar darf aber über die Irren des Stücks herzlich gelacht werden – denn die sind keineswegs krank, obwohl fast jedem etwas fehlt.

Das Stück erzählt von Philipp Klapproth und dessen sehnlichstem Wunsch: Er möchte einmal im Leben die Insassen einer Irrenanstalt persönlich und hautnah erleben, um damit seine Stammtischbrüder zu beeindrucken. Also, auf nach Offenbach… wohin sonst! Dort bittet Klapproth seinen Neffen Alex, ihm diesen Herzenswunsch zu erfüllen. Alex gibt sich auch ordentlich Mühe – schließlich winkt als Gegenleistung vom reichen Onkel eine stattliche Geldsumme, die Alex für eine Firmengründung benötigt. Jedoch ihm fehlt die zündende Idee. Die bekommt er von seinem Geschäftspartner Sven Kiesseling: Dieser rät ihm, seinen Onkel in die Pension Schöller zu führen, wo regelmäßig Gesellschaftsabende stattfinden.

Gesagt, getan. Bei den berühmt-berüchtigten Gesellschaftsabenden des Pensionsbesitzers Schöller macht Klapproth auch prompt die kuriosesten Bekanntschaften: ein abenteuerlustiger Großwildjäger, eine skurrile Schriftstellerin und ein Möchtegern-Schauspieler mit Sprachfehler, der gerne „Othenno“ rezitiert. Schon bald wird Klapproth das hektische Treiben in der Pension Schöller zu bunt und er fährt wieder zurück in seine ländliche Idylle. Doch damit hat er nicht gerechnet: dass die Irren aus Offenbach ihn bis nach Hause verfolgen und nun ihn an den Rand des Wahnsinns treiben.

Der Großgrundbesitzer Klapproth wird von Holger Kraus dargestellt, dessen Schwester von Elmar-Urgestein Wilma Reinhard, deren Schwägerin Inka von Christine Klauke. Den Neffen Alex verkörpert Philipp Thomas. In die Rollen der vermeintlich Verrückten schlüpfen Markus Neubert, Mehmet Harmanci, Dagmar Winter und Uwe Gruhn. Außerdem zählen noch Gabi Thomas, Ann-Christin Dold, Stefan Friedrich sowie in Doppelbesetzung Til Camphausen oder Mathias Scherer zum insgesamt 12-köpfigen Ensemble.

Unter der Regie von Til Camphausen und Regieassistenz von Jutta Reimers-Gruhn entführt der Theaterclub Elmar seine Zuschauer in die bizarr-komische Welt der Bewohner der Pension Schöller in Offenbach. Fast 130 Jahre nach seiner ersten Aufführung verspricht diese Inszenierung mit ihren verschrobenen, aber liebenswerten Figuren einen Theaterspaß voller Slapstick mit rasantem Tempo, überdrehten Dialogen und irrwitzigen Pointen, so dass die Zuschauer schon vor Lachen irre werden. 

„Pension Schöller“ – präsentiert vom Theaterclub ELMAR e.V.
am Sonntag, 8. September, um 16 Uhr in der Willy-Brandt-Halle Mühlheim,
am Sonntag, 22. September, um 14 Uhr und 18 Uhr im Capitol Theater Offenbach.

Karten ab 10 Euro (inkl. RMV KombiTicket) im Vorverkauf beim Theaterclub ELMAR unter:
Tel. (0176)52545614 und karten@theaterlcub-elmar.de sowie im OF- Infocenter, Salzgässchen 1.