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Letzte Aktualisierung: 19.06.2019

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„Melagärten“ lin F-Preunesheim liegen voll im Zeitplan

Richtfest mit Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir

von Ilse Romahn

(20.05.2019) 76 Mietwohnungen im Passivhausstandard, 16 davon barrierefrei zugänglich, dazu Mietergärten. Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt realisiert in der Boskoopstraße in Frankfurt-Preungesheim die „Melagärten“.

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Nach dem Richtspruch: Polier Sascha Rau (Mi.) mit Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (2. v. re.) sowie Monika Fontaine-Kretschmer, Dr. Thomas Hain (re.) und Dr. Constantin Westphal, allesamt Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt.
Foto: UGNHWS / Andrea Saalmann
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Sollen Ende 2020 bezugsfertig sein: 76 Mietwohnungen im Passivhausstandard in Frankfurt-Preungesheim.
Foto: Visualisierung: UGNHWS
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Gemeinsam haben der Leitende Geschäftsführer Dr. Thomas Hain, seine Geschäftsführerkollegin Monika Fontaine-Kretschmer und Tarek Al-Wazir, Hessens Wirtschaftsminister und Aufsichtsratsvorsitzender der Nassauischen Heimstätte, mit den am Bau beteiligten Firmen sowie Gästen aus der Kommunalpolitik und der Nachbarschaft das Richtfest gefeiert. 

Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen zwischen 55 und 122 qm
Der Name kommt nicht von ungefähr: „Mela“ ist das italienische Wort für „Apfel“, „Boskoop“ heißt eine alte, traditionelle Apfelsorte. Insofern wächst zusammen, was zusammen gehört: Das rund 8.150 qm große Baugrundstück gehört zum Siedlungsbereich Frankfurter Bogen. Die drei Baukörper werden – passend zum italienischen Anklang im Namen – in leicht mediterranem Stil gebaut. Insgesamt entstehen 24 Zwei-, 39 Drei- und 13 Vier-Zimmerwohnungen. „Wir realisieren hier auf einen Schlag rund 6.400 qm Wohnfläche“, sagte die für den Bereich Neubau zuständige Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer. „In den Melagärten finden die künftigen Mieter alles, was sie brauchen: Bezahlbare Mieten, einen Wohnungsmix für Senioren, Singles und Familien, eine hervorragende Infrastruktur sowie Naherholungsmöglichkeiten im Frankfurter Grüngürtel und an der Nidda.“ Die Wohnungen sind zwischen 55 und rund 122 qm groß, die Mieten werden sich voraussichtlich zwischen 11 und 12,80 Euro/qm bewegen. Zum Vergleich: Laut einer aktuellen Studie des unabhängigen Empirica-Instituts liegt der durchschnittliche Mietpreis für Neubauten in Frankfurt derzeit bei etwa 14 Euro/qm. „Die Nassauische Heimstätte ist für das Land eine ganz wichtige Partnerin, um den angespannten Mietwohnungsmarkt im Ballungszentrum Rhein/Main zu entlasten“, betonte Minister Al-Wazir. „Sie leistet hierfür einen großen Beitrag. Aus diesem Grund prüfen wir, das Eigenkapital der Nassauischen Heimstätte weiter aufzustocken mit dem Ziel, dass sie ihren Bestand von 60.000 auf mehr als 75.000 Wohnungen erhöhen kann.“ Der Leitende Geschäftsführer Dr. Thomas Hain betonte: „Dieses Projekt mit modernen Neubauten ist ein kleiner Baustein unseres umfangreichen Investitionsprogramms im Wohnungsbau. Aber aus kleinen Steinen entsteht am Ende das große Mosaik – und das zeigt 4.900 neue Wohnungen in den nächsten Jahren, der allergrößte Teil preiswerte Mietwohnungen, viele davon in Frankfurt. Allein hier realisieren wir in einem Zeitraum von wenigen Jahren rund 2.600 neue Wohnungen.“

Mietergärten und warmes Wasser durch Solarthermie
Zur Schonung der Ressourcen, der die Nassauische Heimstätte sich im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie verpflichtet hat, trägt neben dem Passivhausstandard auch die Warmwasserbereitung bei. Diese wird in den „Melagärten“ durch Solarthermie unterstützt. Eine Besonderheit ist auch, dass die künftigen Mieter eigene Gärten direkt vor Ort pachten und ihr eigenes Obst oder Gemüse anbauen können. Diese Mietergärten haben spätestens seit Ernst May in den 1920er-Jahren in Frankfurt eine lange Tradition, die die Nassauische Heimstätte neu beleben möchte. Unter dem Grundstück werden zwei Tiefgaragen gebaut. Die „Melagärten“ liegen voll im Zeitplan. Ende 2020 sollen sie bezugsfertig sein.

Nur wenige Gehminuten bis zur Straßenbahn
Das Grundstück liegt in unmittelbarer Nähe zum alten Preungesheimer Ortskern. Zur Straßenbahnhaltestelle am Gravensteiner Platz sind es nur wenige Gehminuten, zwei Autobahnanschlüsse sind ganz in der Nähe. Versorgungseinrichtungen für den täglichen Bedarf bietet das ebenfalls nahe gelegene Apfel-Carré. Das Ensemble aus – übrigens durchweg geförderten – Wohnungen und Gewerbe hat ebenfalls die Nassauische Heimstätte gebaut und wurde 2014 fertiggestellt. Weitere Versorgungsmöglichkeiten gibt es an der Homburger Landstraße und in der August-Schanz-Straße. Preungesheim verfügt zudem neben mehreren Kindergärten und Horten über eine Grund- und eine Gesamtschule.
  
Nassauische Heimstätte Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH