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Letzte Aktualisierung: 25.06.2019

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„Goodbye Hoechst“ im Neuen Theater

Karl-Gerhard Seifert und Klaus Reichert im Gespräch/Anmeldung erforderlich

von Norbert Dörholt

(20.03.2019) Das Rauschen von „Goodbye Hoechst“, der traurigen Geschichte vom Niedergang der Hoechst AG aus der Feder des Insiders Dr. Karl Gerhard Seifert, weht immer stärker durch den Blätterwald. Die meisten seiner Lesungen sind bereits ausverkauft, und auch zu dem Gespräch zwischen Dr. Seifert und dem Rundfunkmoderator Klaus Reichert (HR1) am Samstag, 6. April, auf Einladung der Buchhandlung Bärsch und dem Bund für Volksbildung Frankfurt im Neuen Theater in Höchst sollte man sich tunlichst schon anmelden.

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Autor Dr. Karl-Gerhard Seifert und HR-Redakteur Klaus Reichert sprechen am 6. April im Neuen Theater in Höchst auf Einladung der Buchhandlung Bärsch über sein Buch "Goodbye Hoechst", das derzeit innerhalb kürzester Zeit bereits in vierter Auflage gedruckt wird.
Foto: Frankfurter Societäts Verlag
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Foto: Frankfurter Societäts Verlag
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Immer noch ist die Zerschlagung der Hoechst AG, Anfang der 1980-er Jahre noch das größte Pharmaunternehmen der Welt, Ende der 90-er Jahre im Stadtteil präsent. Das zeigt auch der große Erfolg des Buches aus der Feder des ehemaligen Vorstandsmitglieds (1988 – 1997) Dr. Karl-Gerhard Seifert, das im renommierten Frankfurter Societäts-Verlag erschienen ist – bereits in der dritten Auflage, obwohl es erst im Dezember 2018 auf den Markt kam. Und obwohl in den Jahren zuvor schon mehrere Bücher zum gleichen Thema auf den Markt kamen. Allerdings konnte keines von ihnen mit so viel Insiderwissen und Detailkenntnissen aufwarten wie „Goodbye Hoechst“, denn der Autor hat sich schon früh eifrig Notizen gemacht und so ein beeindruckendes Kapitel der jüngeren deutschen Industriegeschichte geschrieben.

Darin blickt er in seinen Erinnerungen auf die Vorgänge zurück, die maßgeblich waren für die Fusion mit Rhone-Poulenc zu Aventis. Viele Geschehnisse erschienen ihm so unglaublich, dass er ab dem Jahr 2000 begann, das Erlebte aufzuschreiben. Sein Protokolle, Dokumente und Aufzeichnungen der Gespräche mit Kollegen aus Vorstand und Aufsichtsrat beginnen aber viel früher und bilden die Grundlage für dieses Buch.

Der routinierte Hörfunkredakteur Klaus Reichert dürfte dem Gespräch mit Dr. Seifert noch das ein- oder andere Glanzlicht aufsetzen, ist er doch für seinen klaren Blick, seine Fokussierung auf das Wesentliche und, nicht zu vergessen, auch für seinen Humor bekannt, mit dem er immer wieder besonders drastische Vorgänge abzumildern versteht und so dem Publikum mental besser verdaulich präsentiert. Auch Dr. Seifert zeigt sich, trotz des tragischen Themas, in seinem Buch immer wieder von seiner humorvollen Seite. Felix Erbacher von der Basler Zeitung, der das Buch für die Basler Zeitung besprochen hat, ist das auch aufgefallen, denn er schrieb u.a.: „Vielfach humorvoll, selbstironisch bis hin zu mutigen Schilderungen, wie, wo und warum man hin und wieder gemeinsam mit anderen Führungskräften ein wenig zu tief ins Glas geschaut hat, berichtet Seifert selbstbewusst und stets logisch nachvollziehbar das teilweise gespenstische Geschehen im Schatten von Turm und Brücke.“

Das Gespräch findet wie erwähnt im Neuen Theater Höchst in der Emmerich-Josef-Straße 46a in 65929 Frankfurt statt. Einlass zu der Gesprächsrunde ist ab 13.30 Uhr, um 14 soll das Gespräch dann beginnen. Der Eintritt ist frei, jedoch bittet die Buchhandlung Bärsch stattdessen um eines Spende zugunsten der Interessengruppe kleiner, unabhängiger Verlage im Zug der KNV-Insolvenz. Anmeldungen bitte unter Tel. 069/314020 oder laden@baersch.de

(Dr. Karl-Gerhard Seifert, „Goodbye Hoechst“, Frankfurter Societäts Verlag, 25 Euro, Hardcover, 575 Seiten, ISBN 978-3-95542-321-6)