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Letzte Aktualisierung: 18.10.2019

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„Blickachsen“-Skulpturen bis Anfang Oktober im Bad Homburger Kurpark zu sehen

von Ilse Romahn

(30.09.2019) In wenigen Tagen kann man bei einem Spaziergang durch den Kurpark und den Schlosspark Bad Homburgs zwar weiterhin die historischen, von begnadeten Landschaftsarchitekten geschaffenen Blickachsen genießen, nicht mehr aber die „Blickachsen“.

Die Großskulpturen-Ausstellung von internationalem Ruf geht ihrem Ende entgegen. Bis zum 6. Oktober sind die dreidimensionalen, groß(artig)en Kunstwerke in den beiden Parks der Kurstadt sowie an fünf weiteren Standorten im Rhein-Main-Gebiet – Frankfurt, Eschborn, Bad Vilbel, Kloster Eberbach und Kronberg – noch zu sehen. 60 Skulpturen und Installationen sind es insgesamt, geschaffen von 30 Künstlern, die weltweit bekannt oder als „Nachwuchs“ auf dem Weg dorthin sind.  

Ein Großteil von ihnen stammt aus Skandinavien, denn „Blickachsen“-Initiator und -Kurator Christian K. Scheffel arbeitete bei dieser 12. Auflage mit dem schwedischen Skulpturenpark Wanås Konst und dessen Direktoren-Duo Elisabeth Millqvist und Mattias Givell als Partner zusammen. Zu den nordischen Künstlern gehört auch Katarina Löfström, die kürzlich mit dem „Blickachsen-Preis 2019“ geehrt wurde. Mit ihm wird alle zwei Jahre der eigenständige künstlerische Ansatz eines der jüngeren Teilnehmer ausgezeichnet. Katarina Löfström, 1970 im schwedischen Falun geboren, schuf eigens für die Bad Homburger Show „Open Source (16:9)“. Das Werk schimmert schon von Weitem wie eine riesige Bildschirmleinwand zwischen den Bäumen am Kurparkweiher. Auf einem über fünf Meter breiten Aluminiumrahmen – mit dem in der Videotechnik heute üblichen Bildseitenverhältnis 16:9 – hat die Künstlerin ein Netz gespannt, in dem Tausende von reflektierenden, sich im Wind bewegende Pailletten hängen. Es entsteht ein endloser abstrakter Film, der die Bewegung des Windes und die changierenden Farben der umgebenden Natur einfängt.

Kunstfreunde haben verschiedene Möglichkeiten, sich während ihrer Rundgänge über die einzelnen Kunstwerke zu informieren: Über die QR-Codes, die an den Skulpturentafeln in den Parks angebracht sind, anhand eines Minikatalogs im Taschenformat, der gegen eine Schutzgebühr von zwei Euro in verschiedenen Institutionen und Geschäften erhältlich ist, oder bei Führungen. Im Kurpark Bad Homburg finden sie donnerstags um 18.30 Uhr – am Feiertag um 11 Uhr – und sonntags um 11 Uhr statt. Treffpunkt ist der Schmuckplatz an der Kaiserin-Friedrich-Promenade. Sonn- und feiertags beginnen im Schlosspark Bad Homburg Führungen um 15 Uhr an der großen Zeder im oberen Schlosspark. Der Kostenbeitrag beträgt jeweils acht Euro inkl. Minikatalog. Anmeldungen sind nicht erforderlich. Für die anderen Standorte in der Region können Führungen individuell gebucht werden – wie natürlich auch für die Bad Homburger Parks für Erwachsenengruppen und auch für Jugend- und Kindergruppen. Einzelheiten dazu stehen auf der Homepage.

www.blickachsen.de