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Letzte Aktualisierung: 25.04.2019

„Bad Banks“ beim Deutschen Fernsehpreis zweimal ausgezeichnet

Von Land Hessen geförderte Serie in den Kategorien „Beste Regie“ und „Beste Drama-Serie“ erfolgreich

von Ilse Romahn

(04.02.2019) Die Serie „Bad Banks“ ist bei der 20. Verleihung des Deutschen Fernsehpreises in Düsseldorf in den Kategorien „Beste Regie“ und „Beste Drama-Serie“ ausgezeichnet worden. Bereits im Vorfeld der Preisverleihung galt „Bad Banks“ mit sechs Nominierungen neben „Das Boot“ und „Parfum“ als ein Favorit des Abends. Die sechsteilige Serie um Aufstieg und Fall der ehrgeizigen Bankerin Jana Liekam (Paula Beer) ist eine deutsch-luxemburgische Produktion, die vom Land Hessen gefördert wurde.

Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn: „‚Bad Banks‘ ist ein Meilenstein der deutschen Serienlandschaft. Es macht uns stolz, dass sich die Serie gegen so hochkarätige Formate durchgesetzt hat und Preise in das Filmland Hessen gehen. Der Zuschauer wird durch das Milieu der Banker und Investoren in rasantem Tempo geführt. Produzentin Lisa Blumenberg wagte sich an das komplexe Thema Investment heran, um es einem Publikum, das zu einem Großteil aus Laien besteht, näher zu bringen. Das gelingt ihr mit größter Bravour. Hessen kann stolz auf seine Filmlandschaft sein, mit dem schönen Nebeneffekt, dass dadurch regelmäßig Bilder aus Hessen – und in diesem speziellen Fall vor allem aus Frankfurt – in die Welt getragen werden.“

Regisseur Christian Schwochow hat mit „Bad Banks“ bereits auf nationalem und internationalem Boden große Erfolge gefeiert. In der Kategorie „Beste Regie“ des Deutschen Fernsehpreises 2019 setzte er sich gegen Viviane Andereggen für „Rufmord“ und Andreas Prochaska für „Das Boot“ durch. Auch bei der „Besten Drama-Serie“ landete die Bankenserie vor „Das Boot“. Umgekehrt war es dagegen in der Kategorie „Beste Schauspielerin“, in der sowohl Paula Beer als auch Désirée Nosbusch nominiert waren, als auch „Beste Kamera“. Eine weitere Nominierung hatte es als „Bestes Buch“ gegeben. Paula Beer hatte bereits den Deutschen Schauspielpreis und Bambi für ihre Rolle als Investmentbankerin erhalten. Désirée Nosbusch war zuvor von der Deutschen Akademie für Fernsehen als beste Nebenschauspielerin in der Rolle der Christelle Leblanc ausgezeichnet worden.

„‚Bad Banks‘ ist nicht ohne Grund eine der meistbesprochenen deutschen Serien der vergangenen Jahre: Es freut mich insbesondere, dass die starke Besetzung und die ausgefeilte Story Beachtung und Lob in Form des Deutschen Fernsehpreises erhalten haben. Auch auf die Fortsetzung von ‚Bad Banks‘ im neuen Jahr freuen wir uns sehr“, so Hans Joachim Mendig, Geschäftsführer der HessenFilm und Medien.

Die in Frankfurt gedrehte Serie, die bereits Sonderpreisträger beim Hessischen Film- und Kinopreis 2018 war, gewann national sowie international viel Beachtung. So wurde „Bad Banks“ von der Deutschen Akademie für Fernsehen mit gleich sechs Auszeichnungen bedacht und ist aktuell für den Grimme-Preis nominiert.

„Bad Banks“ ist eine Produktion der Letterbox Filmproduktion und Iris Productions in Koproduktion mit dem ZDF und in Zusammenarbeit mit Arte. Schon kurz nach der Ausstrahlung konnte sich die Serie über lobende Kritiken und hohe Zuschauerzahlen freuen. Die HessenFilm, die einzige Länderförderung der ersten Staffel, wird zusammen mit dem Medienboard Berlin auch die zweite Staffel der Serie fördern. Diese wird seit Januar in Berlin und ab April in Frankfurt unter der Regie von Christian Zübert gedreht.

„Die Auszeichnungen, aber auch schon die Nominierungen, sind ein toller Erfolg für alle Beteiligten. Gleichzeitig freue ich mich, dass Hessen durch die Filmförderung seinen Beitrag zur Produktion geleistet hat und auch zur zweiten Staffel leistet. Film ist nicht nur eine Kunst- und Unterhaltungsform, die die Menschen bewegt und im Kino, auf Festivals und vor dem Fernseher fesselt. Filme sind ebenso Kultur- und Wirtschaftsgut“, betont Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn.

Hintergrundinformation zur Hessischen Filmförderung
Die Filmförderung in Hessen erfolgt durch die HessenFilm und Medien GmbH. Fördergelder können unter anderem sowohl für die Drehbuchentwicklung, die Produktionsvorbereitung, die Produktion und den Vertrieb beantragt werden. Eine Jury entscheidet über die Vergabe.