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Letzte Aktualisierung: 13.11.2018

„1948 bis 2002: Vor siebzig Jahren kam die D-Mark“

Vortrag im Haus der Stadtgeschichte Offenbach am 22. Juli

von Ilse Romahn

(12.07.2018) Der Vortrag „1948 bis 2002: Vor siebzig Jahren kam die D-Mark“ von Historiker Vicente Such-Garcia findet am Sonntag, 22. Juli , 15 Uhr, im Haus der Stadtgeschichte Offenbach statt.

Am 20. Juni 1948 wurde in den drei westdeutschen Besatzungszonen eine neue Währung eingeführt, die die wertlos gewordene Reichsmark ersetzte: die Deutsche Mark. In der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) erfolgte am 23. Juni 1948 eine eigene Währungsreform, um eine Inflation zu verhindern. Durch die beginnende Aufnahme in Westdeutschland wertlos gewordener Reichsmarkbestände in den ostzonalen Währungskreislauf war dies eine reale Gefahr. Durch ihre Auswirkungen auf den Warenkreislauf zwischen den westlichen und der östlichen Besatzungszone trug die westdeutsche Währungsreform zur deutschen Teilung bei.

Historiker Such-Garcia vertritt dazu die These: „Nach der Gründung zweier deutscher Staaten 1949 war die Bundesrepublik das Schaufenster des Westens, die Deutsche Demokratische Republik hingegen das Agitationsziel westlicher Propaganda. Die in der Bundesrepublik Deutschland postulierte Erfolgsgeschichte der Deutschen Mark hatte ihren Höhepunkt in der Übernahme der DDR-Mark-Gebiete 1990. Sie endete mit der Einführung des Euro als Währung von zwölf Mitgliedstaaten der Europäischen Union im Jahr 2002.“

Eintritt: 2,50 Euro.